Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen

Weihnachtstage am Meer

Das nächstes Ziel ist die Halbinsel Nicoya und dort der Carrillo Beach in der Nähe von Samara. Allerdings ist unsere Weihnachtsunterkunft erst ab morgen gebucht, wir werden also irgendwo noch einen Stopp einlegen.

Unser Weg führt erstmal durch die Provinzhauptstadt Liberia. Dort starten wir in der Niederlassung der Autovermietung den Versuch, unsere Schrottkarre zu tauschen, leider erfolglos. Unsere Argumente ziehen nicht, letztendlich finden wir den Kübel halt einfach unkomfortabel und die Klimaanlage zu lasch.

Zwischenzeitlich hatten wir von unterwegs aus eine Übernachtung in einer netten, gut bewerteten Unterkunft, direkt am Playa Brasilito gebucht. Dort angekommen steppt bereits der Bär, aber richtig. Auf den ersten Blick gefällt es uns schon nicht, alles wirkt schäbig. Auf die Frage an der Rezeption, wie lange die (ohrenbetäubende) Musik in der gegenüberliegenden Bar spielen wird, lautete die Antwort ca 23:30 Uhr. Der Tag war anstrengend, es ist sauheiß und wir haben keine Lust auf Party. So oder so ähnlich haben wir das zum Ausdruck gebracht und konnten zum Glück stornieren.

Genervt suchen wir im Lärm nach einer Alternative. Weiter südlich, etwas abgelegen, werden wir über Booking.com fündig. Aufgrund des Reinfalls von soeben möchten wir aber nicht buchen, sondern erst mal nur kucken. Die Fahrerei zieht sich und wird auf den letzten Metern ziemlich abenteuerlich. Wir fahren in eine bewaldete Gegend, in der die Pisten nicht mal auf Google Maps zu finden sind. Mitten in diesem nirgendwo ist die Einfahrt zur Baliyana Lodge, allerdings ist das Tor verschlossen. Im Inneren ist ein kleines Licht auszumachen, also verzagen wir nicht, sondern rufen halt kurz an. Als sich ein Mann meldet erklären wir unser Anliegen: Wie würden gerne für heute Nacht buchen und vorher besichtigen und stehen auch bereits am Tor. Der Mann spricht nur französisch und wenige Worte spanisch und gibt das Telefon an eine Frau weiter. Die spricht nur französisch. Irgendwie wird zwar klar, dass ein Zimmer heute verfügbar wäre, aber die beiden verstehen nicht, dass wir bereits vor der Tür stehen. Auch das rütteln am Tor, zur akustischen Verdeutlichung bring nix. Ohne Netz ist leider auch eine Übersetzungsapp nutzlos. Beide Seiten sind echt am verzweifeln und es wird dunkel. Wir wollen die Stecke keinesfalls zurückfahren. Irgendwann fällt dann aber der Groschen und wir machen zusätzlich noch mit den Taschenlampen auf uns aufmerksam. Das Tor zu einer größeren Gartenanlage öffnet sich und nach großem „Hallo“ werden wir zu einem niegelnagelneuen, super schicken Bungalow gebracht. Die Verständigung klappt mit Hand und Fuß und Dank WLAN jetzt auch ein bisschen mit der App. Wir erfahren, dass die Anlage erst seit März geöffnet hat und das Wohn/Haupthaus aus Bali eingeflogen wurde (so sieht’s auch aus, alles topschick). Sie war Krankenschwester (oder so ähnlich), er Konstrukteur und hat alle 3 Bungalows selbst gebaut. Wie das alles funktionieren kann, ist uns ein Rätsel – die beiden sprechen tatsächlich kein Spanisch und nur wenige Brocken Englisch. Verrückt…

Am nächsten Tag fahren wir gemütlich, mit ein paar Strand-Stopps, in unsere schöne Weihnachtsunterkunft Casa Buenavista. Verständigungsprobleme gibts hier keine, die Anlage wird von einer deutschen Auswandererfamilie geführt.

Weil unsere Strandtage hier ganz relaxt sind und somit auch wenig Bildmaterial hergeben, gibt es nun eine Auswahl der Straßen und Pisten, die bisher auf unserem Weg lagen:

 

Ein Kommentar

  1. gast gast 26. Dezember 2019

    Das ist ja echt ein Ding mit den ausgewanderten Gastgebern..aber klingt nach einer sehr schönen Erfahrung. Ich bin gespannt auf den nächsten Bericht…Liebe Grüße und nochmals frohe Weihnachten, Matthias + Robert

Kommentare sind nicht möglich, allerdings sind trackbacks und Pingbacks möglich.