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Rantepao / Tana Toraja

Birgit und Matthias flogen nach Kuala Lumpur und wir saßen im Nachtbus nach Rantepao. Nun ist es so, dass die Sitze im Nachtbus zwar bequem sind, aber die Strecke nur aus Kurven besteht. Dieses Gekurve, gemixt mit der Fahrweise des ständigen anfahrens und abbremsens, ist – besonders wenn man ganz hinten sitzt – echt „übel“! An Schlafen war nicht zu denken, die Minuten vergingen wie Stunden und es gab kein Entkommen (außer für Florians Mageninhalt).

Angekommen, schnell ein Hotel ausgesucht , angsteuert und erst mal ein paar Stunden Schlaf nachgeholt. Am Nachmittag ging’s dann mit Michaela u. Max – die Beiden kannten wir bereits aus Bira – auf Rollertour. Rantepao liegt im Hochland und hat eine beeindruckende Landschaft, anspruchsvolle (abenteuerliche) Straßen und ganz viele freundliche, aufgeschlossene Einwohner.

Kulturelles Highlight der Tana Toraja Tour am nächsten Tag war sicher die „Begräbnis Zeremonie“. Zu Ehren des Toten (in unserem Fall die 90 Jährige Pauline) wird eine 3 tägige Zeremonie mit mehreren hunderte Gästen abgehalten. Wir waren am zweiten Tag dabei, dem Killing-Day. Die Verwandtschaft und die Nachbarn aus dem Toraja Land bringen Büffel und Schweine mit, die nun – inmitten des Geschehens – getötet und zerlegt werden. Tot waren die Büffel bei unserer Ankunft schon (vermutlich war das auch gut so). Die Schlachtung konnten wir aus nächster Nähe verfolgen. Vorher wurden wir von der Gastgeberfamilie noch zu Tee und Gebäck eingeladen.
Auf dem Programm standen „afderded“ noch Felsengräber, Höhlengräber und eine kurze Wanderung durch Reisfelder. Ein echt interessanter Tag – zumal diese Traditionen hier tatsächlich so gelebt werden und nicht nur für Touristen dargestellt werden.

Der Tag wurde dann passenderweise mit einem traditionellem Essen im „Cafe Aras“ beendet: Ein Gericht, bei dem Fleisch oder Fisch über mehrere Stunden in einem Bambusrohr gegart wird. Nunja, nachkochen werden wir das eher nicht.

Der letzte Tag in Rantepao verging relativ relaxed, hauptsächlich sind wir über Stock und Stein – die Straßen sind überwiegend katastrophal – durch die Gegend gerollert. Unterwegs trafen wir Mohamed, der uns kurzerhand zum Kaffeetrinken zu sich und seiner Familie eingeladen hat. Interessant und auch irgendwie auch nett ist, dass man(n?) im Toraja Land seinen (Vor?)Namen 3x ändert. Der eigene Geburtsname wechselt bei Geburt des ersten Kindes in z.B. „Leos Papa“ und dann noch einmal in ähnlicher Weise, zu dem Zeitpunkt, an dem man Großvater wird.

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