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Mandalay

„Maaandalaayy“, das klingt so nett. Irgendwie nach einem kleinen, gemütlichen Ort. Ein verschlafenes Städtchen, vielleicht etwas in der Zeit zurück…

Empfangen hat uns aber eine bemerkenswert hässliche, enorm dreckige und laute Großstadt. Mandalay hat ca. 1,6 Mio. Einwohner, das hätte man vorher durchaus mal nachlesen können :-). Am ersten Abend sind wir gleich mal losgestiefelt um die Gegend zu erkunden. Allerdings haben wir die Entfernungen im Stadtplan derartig unterschätzt, dass wir den Sunset Point erst deutlich nach Sonnenuntergang erreicht haben und leicht genervt ein vermutlich überteuertes Taxi für die Rückfahrt organisiert haben.

Am nächsten Tag waren wir schon schlauer und haben uns auf die vom Hotel zur Verfügung gestellten Fahrräder geschwungen. Tagesziel war zum einen die Organisation unserer Weiterfahrt nach Bagan und der Mandalay Hill – die einzige Erhebung der Stadt, ansonsten ist alles ebenerdig. Optimal zum Fahrradfahren, könnte man meinen. Allerdings ist der Verkehr ein reines gedrängle und gehupe und für Fahrradfahrer vielleicht etwas grenzwertig.

Nach dem Besuch zweier Pagoden (Sandamani und Kuthodaw), machten wir uns an die Besteigung des 240m „hohen“ Mandalay Hill. Die 240m entsprechen 934 Treppenstufen und ein bisschen anstengend wurde es gegen Ende dann doch. Zumal sich unsere Beine gerade erst von der „5-Stock-Altbau-ohne-Aufzug-Umzugs-Aktion“ am vergangene Samstag erholt hatten. Vorgestern, am Hinflug, sind wir noch wie zwei alte Pinguine die Airport-Shuttelbus-Stufe jammernd hinab gewatschelt.

Wie auch immer, das Streppensteigen war halb so wild. Schlimmer war, dass der Hügel Barfuß bestiegen werden muss. Wie erwähnt ist Mandaly außergewöhnlich schmutzig. Konkret bedeutet das, dass überall Müll jeglicher Art herumliegt, es staubig ist und unzählige Straßenköter und Welpen herumstreunen. Es sind wirklich unglaublich viele und die kacken natürlich überall hin. Barfuß in Scheiße zu treten ist scheiße und blieb uns zum Glück erspart – anderen nicht.

Nach Sonnenuntergang, der dort oben besonders schön anzusehen ist, haben wir dann die Rückfahrt angetreten. Auf der Suche nach einem netten Platz zum Abendessen sind uns zufällig zwei Schwaben in Kochmontur über den Weg gelaufen. Die haben uns dann gleich in Ihr Nobel Restaurant „Bistro 82“ abgeschleppt – was sich kulinarisch sehr gelohnt hat.

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