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Inle Lake

Die Busfahrt war ganz ok, besser als gedacht. Ein bequemer Reisebus mit nur 3 Sitzreihen, Fußlehnen und so weiter. Leider ohne Toilette, was eindeutig der unangenehmste Aspekt des Busfahrens ist. Man weiß nie, wann der Bus anhalten wird und auf welchem „Örtchen“ man landen wird.

Hier am Inle Lake sind wir im Ort Nyaungshwe untergebracht und diesmal hat sich das vorgebuchte Gästehaus leider als Reinfall präsentiert. Unser Zimmer war gruselig schmuddelig, mit irgendeinem ekligen Plastikteppichboden usw., sodass wir nicht die gebuchten 4 Nächte bleiben wollten. Wir machten uns gleich am Abend auf die Suche nach einer neuen Bleibe und wurden im Lady Princess Hotel (besser und sogar günstiger) fündig. Weil auch am Inle Lake die Leute so unglaublich nett sind, fiel es nicht einfach, den Besitzern der unschönen Unterkunft zu erklären, dass wir nicht wie gebucht beleiben möchten und natürlich auch nur für 1 Nacht zahlen werden. Problemlos konnten wir die Buchung aber stornieren und so wechselten wir am 24.12 die Bleibe. Merkwürdig ist, dass hier jedes noch so schäbige Gästehaus ein rundum Videoüberwachungssystem hat. In der ersten Unterkunft ging man zum Einchecken in eine Art Bambushütte und durchlief dort am Eingang einen Metalldetektor, wie am Flughafen. Seltsam.

Im Gegensatz zu Bagan ist es hier am Inle Lake nun deutlich touristischer als gedacht. Der ganze Ort besteht zum Großteil aus Hotels, Touranbieter, Restaurants und Handyläden. Für die „berühmte“ Inle Lake Tour, die hier jeder macht, haben wir uns mit 3 weiteren Leuten aus unserem Hotel ein Boot gemietet und so wird man 8 Stunden lang herumgeschippert. Zu sehen gibt es einiges – mal mehr, mal weniger interessant. Etwas nervig sind die Stops bei Werkstätten (Silberschmuck, Weberrei, Holz, Tabak) und Souvenirshops. Die schwimmenden Gärten, die Einbeinfischer, der Markt und das Pagodenfeld in Indein hingegen sind hingegen wirklich interessant. Und die Bootsfahrt an sich macht natürlich auch Spaß, auch wenn es zu Beginn und am Ende, nach Sonnenuntergang unangenehm kalt wird.

Die Region hier hätten wir uns einen Tick interessanter vorgestellt und überhaupt sind wir gerade lärmgeplagt und genervt. Unsere Unterkunft liegt zwischen zwei Klöstern und weil gerade Vollmond ist, wird hier fast pausenlos in den Klöstern gesungen und gepredigt. Das Ganze wird in einer viel zu lauten Lautstärke über scheppernde Lautsprecher übertragen und hat heute morgen bereits um 5 Uhr begonnen. Zeitweise sind beide Klöster gleichzeitig auf Sendung, das ist dann echt zum durchdrehen. Und vorgestern Abend gab es einen längeren Stromausfall, da lief dann noch der Generator in Traktorlautstärke vor dem Zimmer… Genug gejammert. Aber schön ist wirklich anders.

Schön hingegen ist es, mit dem Fahrrad durch den Nyaungshwe zu fahren und dabei haben wir mit dem Bistro „French Touch“ eine super gemütliche – wenn auch europäischen Location – gefunden. Ein Franzose, der beeindruckende Fotos schießt und auch sonst den Blick für eine sehr geschmackvolle Gestaltung hat, zeigt abends einen selbstgedrehten Film, eine leicht kitschige Geschichte über das Leben im Kloster am Inle See. Eine super Sache – vor allem in Kombination mit leckerem Essen und WLAN.

Seit unserer Ankunft rätseln wir, wie wir die Weiterfahrt am besten organisieren. Wir müssen nach Kyaikhtiyo , denn dort ist der „goldene Fels“ und wir haben eine Unterkunft ganz oben auf dem Berg gebucht. Zur Auswahl steht ein Nachtbus oder ein Tagbus. Nachtbus möchten wir nicht fahren und beim Tagbus sind wir zwei Tage unterwegs, weil umgestiegen werden muss. Die reine Fahrzeit nach Kyaikhtiyo beträgt ca. 14 Stunden. Keine der Möglichkeiten klingt verlockend. Als wir uns endlich dazu durchgedrungen hatten, den Tagbus zu nehmen, war bereits jede denkbare Busmöglichkeit ausgebucht. Weil das Hotel auf dem Berg nicht storniert werden konnte – auch das hatten wir zwischenzeitlich schon in Erwägung gezogen und geprüft – sind wir nach Yangon geflogen. 1 Stunde Flugzeit vs. 10 Stunden Busfahrt – nicht die schlechteste Lösung: 10x schneller, allerdings auch im gleichen Verhältnis teurer. Von Yangon aus ging es mit dem Bus weiter nach Kyaikhtiyo. 5 Stunden später, es war bereits Abend, waren wir am Ziel.

Ein Kommentar

  1. Mama u Rudi 29. Dezember 2015

    Hallo ihr zwei, ein ganz lieber Gruß aus dem Frankenland, wir wünschen Euch ein schönes Weihnachtsfest (wie wir gesehen haben, wird das in Myanmar auch gefeiert).
    Habt eine schöne Zeit. wir freuen uns sehr über Eure Einträge im Blog und sind immer sehr gespannt, was Ihr schreibt und natürlich auch auf die Fotos.
    Eine wunderbare Zeit wünschen Euch Mama u Rudi

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