Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen

Buschenschenk-Drama

Gut ausgeruht verlassen wir die Pension Adelheid und radeln nach Unterpirkach. Dort haben wir gestern bereits ein Zimmer in der Buschenschenke Kotsch, einem kleinen ehemaligen Bauernhof, reserviert. Der Plan ist, heute nicht allzuviel zu radeln und am Nachmittag mit den Kühen zu chillen. Vorher verbringen wir noch die Mittagszeit in Lienz. Die heutige Strecke führt großteils zwischen Fluss und Landstraße vorbei und die Stereobeschallung ist zeitweise ganz schön laut. Immer wieder ziehen wir auch wieder die Jacken über, denn es ist recht frisch.

In der Buschenschenke angekommen, begrüßt uns eine nette, rüstige Wirtin (80+) mit Holundersaftschorle in grenzwertigen Gläsern. Die idyllische Lage und ein Wurf junger Katzen lassen über das etwas schmuddelige Geschirr hinwegsehen. Dann dürfen wir uns in Ermangelung andere Gäste ein Zimmer aussuchen. Die Gästezimmer wie auch die Wirtschaft sind im ehemaligen Wohnhaus, von „1800 irgendwas“ untergebracht. Das Haus ist dunkel, die Decken niedrig. Spinnweben in jeder Ecke und unzählige 8-Beinen, wohin man sieht. Sogar über dem Bett hängen welche und eine liegt tot obendrauf. Eine Katastrophe.
Bad und Toilette sind zu allem Überfluss schmutzig und es bleibt uns nichts anders übrig, als die Flucht anzutreten. Nicht einfach, die alte Dame ist wirklich nett und freut sie sich über jeden Gast.

Ein paar Kilometer weiter finden wir eine Pension mit zweifelhaftem Preis/Leistungsverhältnis (Mini Zimmer, kein Wlan, Salat out of the Box,…) aber eine sensationell umtriebigen und liebenswürdige Wirtin. Bei der Abreise erzählen wir kurz von der eigentlich geplanten Buschenschenke-Unterkunft und sie weiß gleich bescheid. Es sind wohl noch andere Gäste da, die in der Schenke mehrere Tage bleiben wollten und nach einer Nacht ebenfalls bei ihr gelandet sind. Nichts außergewöhnliches.

Gib den ersten Kommentar ab

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert